Die Schweiz in der OECD

 

Die Schweiz unterzeichnete am 14. Dezember 1960 gemeinsam mit 19 anderen Ländern die OECD Konvention mit der die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gegründet wurde und bekannte sich damit zu den fundamentalen Zielen und Aufgaben der Organisation.

Wie die übrigen 30 Mitgliedsländer unterhält die schweizerische Regierung bei der OECD eine ständige Vertretung, mit einem Botschafter und weiteren Diplomaten. Als Mitglied des OECD-Rates stimmt der Botschafter nach Absprache mit seinen Ressortmitarbeitern über das Arbeitsprogramm ab, ebenso wie über die strategischen und inhaltlichen Aspekte desselben. Er berät und entscheidet mit über das OECD-Jahresbudget. Der Beitrag der Schweiz bemisst sich dabei an der Größe seiner Volkswirtschaft.

Mitglieder der Delegation begleiten und prägen die Arbeit der OECD in verschieden OECD- Komittees sowie im Zentrum für Entwicklungskooperation, dem International Transport Forum (ITF), der Internationalen Energieagentur (IEA), der Kernenergieagentur (NEA) und dem Sahel- und Westafrika-Club, in denen die Schweiz Mitglied ist.

Die Vertretungen spielen daher eine entscheidende Rolle als Bindeglied zwischen dem OECD-Sekretariat und  den nationalen Regierungen. Sie vertreten die Standpunkte ihrer Regierungen bei multilateralen Verhandlungen, zeigen auf, in welchen Bereichen ihre Regierung die OECD-Expertise benötigt und machen OECD-Empfehlungen in ihren jeweiligen Ländern und den jeweils zuständigen Ministerien bekannt. Damit gewährleisten sie, dass es zwischen der Arbeit der OECD und den für ihr Land relevanten Fragen und Themen eine gute Verbindung und Abstimmung gibt.

Die Vorteile einer OECD-Mitgliedschaft sind mannigfaltig. Mit Hilfe der OECD-Länderstudien, mit vergleichbaren Statistiken und Wirtschaftsdaten gibt die OECD ihren Mitgliedsländern Instrumente an die Hand, mittels derer sie ihre Wirtschafts- , Sozial- und Umweltpolitik analysieren und entwickeln können. Ein besonders wertvolles Instrument sind die OECD Peer Reviews. Darüber hinaus stehen den Mitgliedsländern alle Forschungen und Analysen, die das OECD-Sekretariat durchführt zur Verfügung. Da diese Arbeiten das gesamte ökonomische und soziale Spektrum der OECD abdecken, können sie nicht von einzelnen Mitgliedstaaten durchgeführt werden.

Zusätzlich zu ihrer wirtschaftlichen Bedeutung ist die OECD auch und vor allem ein Forum, in dem Länder sich austauschen und Lösungen für gemeinsame Probleme erarbeiten können. Die OECD unterhält darüber hinaus Arbeitsbeziehungen zu über 70 Nicht-Mitgliedstaaten. Der Dialog und die Konsultationen mit Partnern in der gesamten Welt spielt im Kontext einer zunehmenden Interdependence eine immer größere Rolle und erfordert verstärkt globale Regeln.

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